Sarah Pagung – Expertin für Russland und Osteuropa

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Sarah Pagung zählt zu den führenden deutschen Politikwissenschaftlerinnen mit Schwerpunkt auf Russland, Osteuropa und internationale Sicherheitspolitik. Durch ihre Forschung, Publikationen und öffentliche Expertise hat sie sich als gefragte Analystin etabliert, deren Arbeit sowohl in akademischen Kreisen als auch in der Politik hohe Anerkennung genießt. Dieser Artikel beleuchtet ihren Werdegang, ihre Forschungsschwerpunkte, berufliche Stationen, mediale Präsenz und ihre Bedeutung für die politische und wissenschaftliche Landschaft Deutschlands.

Frühes Leben und akademische Ausbildung

Sarah Pagung wurde in Berlin geboren und zeigte schon früh Interesse an Politik und internationalen Beziehungen. Sie entschied sich für ein Studium der Politikwissenschaft an der Freien Universität Berlin, wo sie sich auf Osteuropa, Russland und internationale Sicherheit spezialisierte. Während ihres Studiums beschäftigte sie sich intensiv mit der geopolitischen Entwicklung der ehemaligen Sowjetstaaten und der Rolle Russlands in der internationalen Politik.

Nach ihrem Abschluss setzte Pagung ihre akademische Laufbahn fort und promovierte an der gleichen Universität. Ihre Dissertation untersuchte die Einflussstrategien Russlands auf internationale Zielgruppen zwischen 2000 und 2016. Diese Arbeit liefert einen detaillierten Einblick in die Art und Weise, wie Russland Politik, Medien und Diplomatie einsetzt, um internationale Ziele zu verfolgen. Damit legte Pagung einen wichtigen Grundstein für ihre spätere Karriere als Expertin für russische Außenpolitik und Informationsstrategie.

Beruflicher Werdegang

Erste wissenschaftliche Stationen

Schon während ihrer Studienzeit war Sarah Pagung in verschiedenen Forschungsprojekten aktiv. Sie arbeitete am Carl Friedrich Goerdeler Kolleg, einem Forschungszentrum für politische und gesellschaftliche Fragestellungen. Dort beschäftigte sie sich mit internationalen Beziehungen und den politischen Dynamiken in Osteuropa.

Anschließend übernahm sie Aufgaben am Robert Bosch Zentrum für Mittel- und Osteuropa, Russland und Zentralasien, wo sie Forschungsprojekte leitete und koordinierte. Besonders hervorzuheben ist ihre Arbeit im Bereich der russischen Außenpolitik und deren Einfluss auf westliche Demokratien. Sie analysierte, wie Russland strategisch Desinformation einsetzt, um politische Narrative zu beeinflussen.

Tätigkeit bei der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP)

Von 2019 bis 2022 war Pagung Associate Fellow bei der DGAP, einer der renommiertesten deutschen Institutionen für außenpolitische Forschung. In dieser Rolle vertiefte sie ihre Analysen zu russischer Außen- und Sicherheitspolitik und veröffentlichte zahlreiche Fachartikel. Ihre Arbeit beschäftigte sich unter anderem mit dem Einfluss Russlands auf europäische Staaten, Desinformationskampagnen und geopolitischen Strategien.

Ihre Beiträge wurden sowohl in der Wissenschaft als auch in politischen Debatten wahrgenommen und sind heute eine wichtige Referenz für politische Entscheidungsträger und Analysten. Pagung etablierte sich als kompetente Stimme, die komplexe Zusammenhänge verständlich und fundiert erklärt.

Engagement bei der Körber-Stiftung

Seit 2023 ist Sarah Pagung Programmleiterin des Berliner Forums Außenpolitik bei der Körber-Stiftung. In dieser Funktion organisiert sie Diskussionsrunden, Forschungsprojekte und öffentliche Veranstaltungen zu internationalen Politikfragen. Hierbei liegt ihr Fokus auf geopolitischen Herausforderungen, europäischer Sicherheit und den Dynamiken zwischen Russland und dem Westen.

In ihrer Position trägt Pagung dazu bei, den politischen Dialog zu fördern und Expertenwissen einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Sie wirkt somit nicht nur wissenschaftlich, sondern auch gesellschaftlich prägend auf den Diskurs zu internationalen Konflikten und Sicherheitsfragen.

Forschungsschwerpunkte

Russische Außenpolitik und geopolitische Strategie

Ein zentraler Forschungsschwerpunkt von Sarah Pagung ist die Analyse russischer Außenpolitik. Sie untersucht, wie Russland seine politischen und militärischen Mittel einsetzt, um globale Ziele zu verfolgen. Besonders relevant sind dabei die Strategien, die auf Destabilisierung westlicher Demokratien abzielen. Pagung beschreibt detailliert, wie Russland neben militärischen Interventionen auch subtile Instrumente wie Medien, Propaganda und politische Einflussnahme nutzt.

Ihre Arbeiten liefern ein fundiertes Verständnis der russischen Strategien, das sowohl für wissenschaftliche Analysen als auch für die praktische Politikgestaltung von Bedeutung ist. Sie zeigt, dass die geopolitische Macht Russlands nicht nur auf militärischen Fähigkeiten basiert, sondern stark durch strategische Kommunikation und Informationspolitik verstärkt wird.

Informations- und Desinformationspolitik

Ein weiterer Schwerpunkt von Pagungs Forschung ist die Informations- und Desinformationspolitik. Sie analysiert, wie Nachrichten und Informationen gezielt eingesetzt werden, um öffentliche Meinungen zu beeinflussen oder politische Entscheidungen zu steuern. Dabei betrachtet sie sowohl klassische Medien als auch digitale Plattformen, die für internationale Kampagnen genutzt werden.

Pagung argumentiert, dass das Verständnis dieser Mechanismen entscheidend ist, um politische Entscheidungen zu schützen und demokratische Prozesse vor Manipulation zu bewahren. Ihre Forschung bietet konkrete Ansätze, wie Staaten und Institutionen auf Desinformation reagieren können, und trägt so zur Stärkung der Resilienz westlicher Gesellschaften bei.

Europäische Sicherheitspolitik

Neben Russland analysiert Pagung auch europäische Sicherheitspolitik und die Reaktionen westlicher Staaten auf geopolitische Herausforderungen. Sie untersucht beispielsweise die Debatten rund um Nord Stream 2, den Ukraine-Konflikt und die Beziehungen zwischen den USA und Europa. Dabei kombiniert sie theoretische Analysen mit praxisnahen Empfehlungen für politische Entscheidungsträger.

Ihre Expertise in diesem Bereich macht sie zu einer wichtigen Beraterin und Kommentatorin, die politische Entwicklungen nicht nur beschreibt, sondern auch bewertet und einordnet.

Mediale Präsenz und öffentliche Wirkung

Sarah Pagung ist regelmäßig in deutschen Medien präsent, darunter ARD, ZDF, Deutschlandfunk und Arte. In Interviews und Talkrunden erklärt sie komplexe politische Zusammenhänge verständlich und fundiert. Besonders ihre Analysen zur Ukraine-Krise, zur russischen Außenpolitik und zu geopolitischen Spannungen in Osteuropa werden häufig zitiert.

Durch ihre öffentliche Präsenz trägt sie dazu bei, politische Bildung zu fördern und den Diskurs über internationale Politik einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Gleichzeitig bleibt sie wissenschaftlich präzise und vermeidet Vereinfachungen, die den komplexen Themen nicht gerecht würden.

Internationale Relevanz

Die Arbeit von Sarah Pagung hat nicht nur nationale, sondern auch internationale Bedeutung. Ihre Forschung wird weltweit von Fachleuten, Medien und politischen Institutionen wahrgenommen. Insbesondere in Zeiten geopolitischer Spannungen liefert sie wichtige Analysen, die zur Formulierung von Strategien und politischen Entscheidungen beitragen.

Ihre Expertise unterstützt internationale Diskurse, insbesondere zwischen Europa, den USA und Russland. In einer globalisierten Welt, in der politische Ereignisse in einem Land unmittelbare Auswirkungen auf andere Regionen haben können, ist Pagungs Arbeit von zentraler Relevanz.

Wissenschaftliche Veröffentlichungen

Pagung hat zahlreiche Artikel und Studien veröffentlicht, die sich mit Russland, Desinformation und internationalen Beziehungen befassen. Zu ihren bekanntesten Arbeiten zählen:

  • Caught in Domestic Politics – German‑US Talks on a Nord Stream 2‑Deal
  • Lukashenko’s Air Piracy Makes a Strong EU Response a Geopolitical Necessity
  • Dissertation: Einflussnahme auf internationale Zielgruppen durch die Russische Föderation 2000–2016

Diese Veröffentlichungen zeichnen sich durch methodische Strenge, analytische Tiefe und praxisrelevante Erkenntnisse aus. Sie dienen sowohl der Wissenschaft als auch politischen Entscheidungsträgern als wertvolle Ressource.

Persönlichkeit und Werte

Trotz ihrer öffentlichen Rolle hält Pagung ihr Privatleben weitgehend aus der Öffentlichkeit heraus. Dies zeigt ihre professionelle Haltung und Konzentration auf sachliche Arbeit. Sie legt großen Wert auf wissenschaftliche Integrität, fundierte Analysen und die Vermittlung von Wissen ohne Sensationslust. Diese Haltung hat ihr Vertrauen und Anerkennung bei Fachkollegen, politischen Institutionen und Medien eingebracht.

Fazit

Sarah Pagung ist eine herausragende deutsche Politikwissenschaftlerin und Analystin, deren Arbeit sowohl in der Forschung als auch in der öffentlichen Debatte große Bedeutung hat. Ihre Expertise in russischer Außenpolitik, Informations- und Desinformationsstrategien sowie europäischer Sicherheitspolitik macht sie zu einer unverzichtbaren Stimme in der Analyse internationaler Entwicklungen.

Durch ihre Forschung, Veröffentlichungen und mediale Präsenz trägt sie wesentlich dazu bei, politische Entscheidungen fundiert vorzubereiten und den öffentlichen Diskurs zu informieren. In Zeiten globaler Unsicherheiten ist die Expertise von Sarah Pagung wichtiger denn je, um komplexe geopolitische Entwicklungen zu verstehen und angemessen zu reagieren.

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